1. Frauen: HSG Petershagen/Lahde – TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck 23:22 (11:14)

Nach unserem mehr oder minder fairen Remis in Hüllhorst, wollten wir natürlich gegen Jöllenbeck zu Hause 2 Punkte holen. Doch die Vorzeichen standen einen Tag vorher bereits unter keinem guten Stern. Dank der anhaltenden Grippewelle, fielen kurzfristig Anna-Lena als auch Birte aus. Nele, die im Tor aushelfen wollte, zieht sich in unserem Training einen fiesen Kapselriss im Finger zu. Mit Miri, Johanna und Easy fehlen weitere Schlüsselpositionen und schlichtweg auch Wechselmöglichkeiten für einige, die immer noch angeschlagen sind. Umso dankbarer waren wir, dass uns Youngster Larissa und Toni aus unserer Zweiten aushelfen konnten. Vielen Dank an dieser Stelle, ihr wart spitze!

Das Spiel startete unsererseits ziemlich verhalten, während unser Gegner uns gleich mit ordentlicher Härte und Geschwindigkeit fühlen ließ, dass sie gewinnen wollen. In der Abwehr agierten wir zu passiv und hatten Schwierigkeiten das schnelle Umschaltspiel der Jöllenbeckerinnen zu unterbinden. So zogen diese nach 15 Minuten mit 3:10 davon. Es fiel schwer daran zu glauben, dass wir das Spiel noch drehen können. Jöllenbeck wollte es uns noch mehr erschweren in dem sie Anika kurznahmen, doch dies eröffnete den anderen größere Lücken, die gerade Michelle und Karina für sich zu nutzen wussten und Marken rausholten. Auch Toni am Kreis leistete starke Arbeit und verkürzte den Rückstand. In der Abwehr haben wir es geschafft uns gegenseitig zu pushen und erarbeiteten uns einige Bälle, die wir vorn dann auch versenkten. Mit 10:13 ging es in die Halbzeitpause.

Mit neuem Mut und mehr Kampfgeist startete dann die 2.Halbzeit. Zwar kriegen wir das erste Gegentor, doch unsere Antwort fällt umso besser aus. Die Körpersprache stimmt in der Abwehr, und Michelle belohnt uns mit 5 Toren in Folge in der 38.Minute (15:17). Die Gegner tun sich sichtlich schwer Michelle zu stoppen, und so fielen dann, zu recht, in kurzer Zeit 2 x 2-Min-Strafen gegen Jöllenbeck inkl. 7m, die Anika dezent frech, aber souverän verwandelte. So steht es nach 40 Minuten 17:18 und die Halle kocht. Unser Siegeswille war spür- und hörbar, die Moral stimmte, wir feuerten uns an, blieben aber gleichzeitig fokussiert. Luisa pariert in der Phase wichtige Bälle ehe Lui zum Ausgleich (19:19) trifft und Jöllenbeck zur Auszeit zwingt. Diese nutzen die Gegner scheinbar mehr, um erneut einige Kilo Kleber an den Ball zu bringen nachdem bereits der erste Spielball wenige Minuten vorher aufgrund zuviel Haftmittels ausgetauscht wurde. Zwar netzten die Gegner danach zum 19:20 ein, aber wir erarbeiten uns in der Abwehr einige Bälle und Lui und Schelle bringen uns mit 3 Toren in Folge in Führung (22:20). Die Uhr zeigt noch 5 Minuten an, ehe es nach einer Zeitstrafe gegen Lui und einer Marke für Jöllenbeck nochmal brandgefährlich wird. Doch es passiert, was oft nicht gesehen wird: Die Spielerin springt beim Ausführen des 7-Meters ab und die Schiedsrichter sehen und pfeifen es ab. Als Karina dann auch noch in Unterzahl im Anschluss vorne trifft, war der Sieg zum greifen nah. An Durchatmen war 3 Minuten vor Ende aber nicht zu denken. Denn Jöllenbeck schließt zum 23:21 auf und nach einem Ballverlust fangen wir uns zudem einen weiteren 7-Meter gegen uns ein. Andere Werferin, gleicher Fehler, unser Glück. In der letzten Auszeit nutzten wir nochmal die Minute, um uns zu konzentrieren und nochmal Luft zu holen. Wir vergeben unsere Torchance, die Jöllenbeck zu nutzen weiß und nochmal rankommt. Mit einer offenen Manndeckung legen diese alles in die Waagschale und wir überstehen die wohl spannendsten und schwersten 36 Sekunden des Spiels und gehen als verdienter Sieger vom Platz.

In Anbetracht unserer personellen Situation und eines 7-Tore Rückstands können wir wirklich stolz auf uns sein. Stolz auf den Zusammenhalt und der Fähigkeit den Kopf nicht in den Sand zu stecken und professionell zu bleiben. Wir danken allen Zuschauern, unserer 2.Frauen als auch unseren 3.Herren, für die lautstarke Unterstützung. Wir hoffen, euch alle bei unserem nächsten Spiel in Stemmer begrüßen zu dürfen am 16.3. um 18 Uhr.

Bis Dann,

Eure 1.Frauen

 

Tore: Michelle 7, Anika 6/5, Lui, 4/1, Karina 3, Toni 2, Vanessa 1

Bericht: Melly